Hafen oder Ankerbucht?

von Kai Kemmling / am 07.07.2018 / in Allgemein
0

Morgens, nach einer Disconacht bis 3 ( die scheinen sich abzusprechen) habe ich doch noch soviel Schlaf bekommen, dass ich nicht sagen kann müde zu sein, paddel ich wieder zu meinem Sandstrand um im Hafen Mandraki mit dem Hafenmeister zu sprechen. Der nächste Fisicher spricht mich in exzellentem Englisch an und fachsimpelt mit mir über das SUP und zeigt mir seine Surfbrettalternative. Er schätzt den Preis auf 3000€ und wollte sich bei dem wirklichen Preis sofort auch eins kaufen, wenn er denn mal dazu käme. Die Kombination mit dem geringen Packmaß gefiel ihm besonders. Sehr nett, die Ur – Griechen, die keinen Kommerz wittern.

Am Hafen angekommen, der Weg führt mich durch alte Rundbögen der Festung, spreche ich jemanden Offiziellen an, der auch den Hafenmeister direkt verständigt. Und wieder warten…………… —– ah, da kommt er ja! Aber nein, erst muss er noch Smalltalk mit anderen Griechen halten…. Als ich ihn dann anspreche, dass ich schon eine Weile auf ihn warte… Ein stechender Blick und ich könnte ja um 15-16 Uhr kommen… Als ob Platz hier überhaupt kein Problem wäre… Aber für morgen hätte er vermutlich keinen Platz. Irritiert blicke ich zu den vielen freien Plätzen, die in der letzten Nacht auch frei blieben.
Diese herablassende Art! Diese Parkwächtermentalität! Dieses Gefühl, wenn er meint Macht ausüben zu können… Und das, wo ich die ganze Zeit Herr über meine Entscheidungen war! Der Gedanke reift in der Ankerbucht zu bleiben. Jetzt erst recht! Ja, ich bin enttäuscht und beleidigt. So hatte ich mir die Stadt nicht vorgestellt!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.