Absprung mit Wiederkehr

von Kai Kemmling / am 09.07.2018 / in Allgemein
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Othonoi ist die nächste Verbindung nach Italien. Daher muss ich wieder in den selben Hafen, wo ich schon einmal war.
Auf den letzten Meilen bekomme ich es noch einmal dicke, sodass ich nur unter Selbstwendefock schwer ankomme.

Durch den wieder auffrischenden Wind gewarnt, verankere ich mich sehr sicher mit beiden Ankern, damit ich ruhig schlafen kann. Morgen möchte ich ja schließlich nach Italien aufbrechen…

Morgens früh um 7 ( in Deutschland ist es erst 6), Licht ich den Anker und zerre vergebens an dem Stück Metall! Es rührt sich nichts! Verdammt!!!
Selbst hin und herziehen in verschiedenen Winkeln funktioniert nicht.
Also ab ins Wasser, was sich mächtig abgekühlt hat, 20grad … , Tauchbrille an und da sehe ich das Problem. Der Anker hat sich zwischen 2 Betonklötze so eingekeilt, dass ich den Burschen mit der Hand herausführen muss.

Da ich mich dafür unter Wasser längere Zeit aufhalten muss brauche ich ein paar Spritzer Luft… Zum Glück habe ich mir für genau diesen Zweck einen Lungenautomaten mit einer kleinen Flasche Pressluft mitgenommen. Einen Rucksack angezogen, die Flasche hinein und runter bin ich. Das Lösen funktionierte gleich beim ersten Versuch.

Das Timing zum Rüberfahren rückte jedoch ziemlich nach hinten… Um 9:00 ging es dann endlich los und ich versuchte um die Insel auf das offene Meer zu gelangen. Doch hier stand noch eine gewaltige Welle, die selbst bei 4 Windstärken das Schiff hoch am Wind so dermaßen ausbremste, sodass ich nur auf eine Geschwindigkeit von 2, und später auf 1,5 kt kam. Viel zu wenig für eine Überfahrt.
Somit standen zu viele Dinge gegen den heutigen Aufbruch und ich kehrte um. Hoffentlich klappt es morgen besser!

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