Was geht???

von Kai Kemmling am 15.06.2018 / in Allgemein
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Die Nacht war schon ungemütlich. In der Marina jedoch hatte ich ein sehr sicheres Gefühl. Am ersten Tag muss man ja noch nicht experimentieren ob der Neue Anker auch hält…

Dennoch konnte ich genug Schlaf bekommen um auf mutige Gedanken zu kommen.

Trotz wehender Bora wollte ich wenigstens mal aus der Bucht heraus schauen wie sich Welle, Wind und Schiff im Kräfte messen so schlagen. Umkehren kann man ja immer noch… Das Ziel sollte bei Machbarkeit Rab Stadt sein.

Also kam die Sturmfock raus und ein Reff in das Großsegel rein.

Die erste Passage war recht entspannt und ich wurde mutiger. Dennoch, die interessanteste Stelle auf dem Törn ist die Düse, die sich zwischen den zwei Inseln KRK und Rab bildet. Hier war mit den dicksten Böen und Wellen zu rechnen.

Der Druck in der Luft war schon ganz ordentlich aber das Schiffchen meldete zurück: hey, Alter! Da geht noch was! Ich kann noch mehr! Trotzdem habe ich noch die Abdeckung von KRK genutzt, um auch das zweite Reff einzubinden. Die Wellen sahen schon sehr weiß und hoch aus…

Dennoch entschied ich die Raumschots-Briese zu nutzen, weil ich nicht einmal in Grenzbereiche gehen musste und das Schiff sehr moderat zu händeln war. Hier zahlte sich das neue Ruderlager aus. Nichts rappelte und die Kraftübertragung geschah sehr direkt.

Die Moinmoin pflügte mit guten 7 Knoten durch die See und schaffte im Surf sogar ein paar mal auch die 9!

Der,Windmesser zeigte 7 Bft und in Böen waren es auch 8.

Nach der ersten Landzunge von Rab war der Spuk dann wieder schnell vorbei, sodass ich schon wieder mehr Segelfläche gebrauchen konnte.

Glücklich, abgekämpft und mutig für neue Dinge, packte ich in der Bucht vor Rab Stadt dann den neuen „Kobra Anker“ aus und hoffte dass er in der Nacht hält… Abgesichert mit der Überwachungsoftware „Ankeralarm“ und einem Steuermann – Schnäpschen konnte ich den Sonnenuntergang so richtig genießen. Abgekämpft, aber glücklich!

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